Pressebericht: Radgeschäft schon zum dritten Mal überfallen Fahrradgeschäft zum dritten Mal ausgeräu

Münster - Drei Einbrüche in weniger als zwei Monaten: Mittlerweile sind dem Fahrradgeschäft „Zweirad Schröder“ schon mehr als 130 Räder abhanden gekommen. Gesamtwert laut Polizei: rund 200 000 Euro.

Von Martin Kalitschke

Ein Einbruch, sagt Stefan Nolte von Zweirad Schröder, „das kann passieren“. Als ihm seine Mitarbeiter am 18. September berichteten, dass nach dem Coup vom 21. August erneut Diebe den Fahrradmarkt an der Königsberger Straße heimgesucht hatten, war sein erster Gedanke: „Das geht doch gar nicht.“ Und nun das: In der Nacht zu Dienstag (7. Oktober) wurde schon wieder die Eingangstür aufgebrochen. „Einfach unfassbar“, stöhnt Nolte, Assistenz der Geschäftsführung.

136 Fahrräder nahmen die Diebe bei den drei Einbrüchen innerhalb von nur sieben Wochen mit, Gesamtwert laut Polizei: 200 000 Euro. „Hochwertige Elektroräder, Rennräder, Mountainbikes“, zählt Nolte auf. Immerhin: „Wir sind versichert.“

Nach dem zweiten Einbruch verstärkte das Unternehmen die Präsenz eines Sicherheitsdienstes, die Tür wurde fortan jeden Abend mit einer schweren Palette und Holzkeilen gesichert, berichtet Nolte. Die Diebe kamen wieder – und waren dennoch erfolgreich. Sie brachen erneut die Schiebetüren auf, pickten sich laut Nolte gezielt 50 der teuersten Räder heraus, entfernten noch vor Ort Preisschilder und Sicherungen. „Das war niemand, der das zum ersten Mal macht“, vermutet er. „Das war ein Einbruch mit Sinn und Verstand.“

Die Polizei hat keine Hinweise auf die Täter. Man ermittele, heißt es. Nolte geht davon aus, dass eine professionelle Bande am Werk war. „Das war das Werk organisierter Verbrecher.“

Von den Rädern fehlt jede Spur. Womöglich sind sie längst auf dem Weg ins Ausland, gar nach Fernost, sagt Nolte. Aber vielleicht fahren ja einige demnächst auch durch Deutschland. Auf die setzt Nolte seine Hoffnung: „Einige Räder haben GPS-Sender“, sie könnten dann vermutlich geortet werden.

Nach dem dritten Einbruch hat Zweirad Schröder die Sicherheitsmaßnahmen noch einmal verschärft. Nun gibt es auch Überwachungskameras und Alarmanlagen. „Einen vierten Einbruch wird es nicht mehr geben“, ist Nolte überzeugt. „Unser Markt ist jetzt gesichert wie Fort Knox.“

Die Aufarbeitung der Einbrüche binde jetzt erst einmal viel Personal, betont er. Dabei seien noch nicht einmal die Hochwasserschäden vom Sommer komplett behoben.

Derweil setzt die Polizei auf die Mithilfe der Bevölkerung. Zeugen sollten sich dringend unter ✆ 27 50 melden, heißt es.

Strafverteidiger: Rechtsanwalt Miguel Lück u.a.

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